Die besten Ferngläser für die Vogelbeobachtung im Jahr 2022

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Millionen Menschen auf der ganzen Welt sind “Birdwatcher” oder Vogelbeobachter, und mit den unterschiedlichsten Arten von Vögeln in allen Arten von Lebensräumen, bringt jeder Tag auch ganz neue Gelegenheiten, etwas Neues zu sehen. Es ist also sinnvoll, dass Sie so viel wie möglich sehen wollen. Ferngläser helfen Ihnen dabei, das Beste aus Ihrer Zeit in der Natur zu machen. Aber worauf sollten Sie bei der Auswahl Ihres Fernglases achten? Und welches ist eigentlich das beste Fernglas für die Vogelbeobachtung im Jahr 2022?

Warum sollte man ein Fernglas zur Vogelbeobachtung benutzen?

Sie können natürlich auch einfach Ihre Augen für die Vogelbeobachtung benutzen. Schließlich haben die Menschen das schon tausende Jahre lang ohne Probleme so gemacht. Ein Fernglas erlaubt es Ihnen aber einfach so viel mehr zu sehen.

Zuallererst sind Vögel aus der Distanz eher schwierig zu identifizieren. Ferngläser vereinfachen die Vogelbestimmung für Sie. Durch die Vergrößerung sind Sie in der Lage, den Vogel so zu sehen, als wäre er viel näher. Was Ihnen wiederum erlaubt, sein Gefieder und andere Artmerkmale besser zu erkennen und somit den Vogel deutlich genauer zu bestimmen.

Natürlich ist ein Fernglas nicht Ihre einzige Option. Sie haben vielleicht schon darüber nachgedacht, ein Spektiv zu verwenden. Diese haben jedoch einen essentiellen Nachteil: ihre Handlichkeit. Spektive sind als eine Art kleines Teleskop großartig dafür geeignet, eine Weile an einem spezifischen Ort zu verweilen. Sie sind aber nicht sehr praktisch, wenn Sie gerade wandern.

Ein weiteres Problem ist die Vergrößerung. Spektive haben normalerweise eine Vergrößerung von 15x oder mehr, wodurch sie sich gut für die Vogelbeobachtung aus der Ferne eignen. Diese starke Vergrößerung hat aber einen Nachteil: Das Sichtfeld – also wie viel Sie sehen können – ist kleiner. Deshalb ist es deutlich schwerer, Ihr Ziel überhaupt zu finden.

Das Spektiv ist außerdem noch auf einem Dreibein bzw. Stativ montiert. Dies kann die Beweglichkeit deutlich einschränken, was das Verfolgen von Vögeln im Flug erschweren kann. (Das kleinere Sichtfeld behindertdas Nachverfolgen umso mehr, wenn Sie einen kleinen Singvogel aus den Augen verloren haben, und ihn erst einmal wiederfinden müssen.)

Mit einem Fernglas haben Sie diese Probleme nicht. Sie sind dafür entworfen worden, kompakt und leicht zu sein, damit Sie sie überall hin mitnehmen können. Während viele Modelle (für mehr Stabilität) auf ein Dreibein montiert werden können, besteht dafür keine Notwendigkeit.

Ein Fernglas hat noch einen weiteren Vorteil gegenüber Spektiven. Da Sie beide Augen zum Sehen verwenden, haben Sie eine bessere Tiefenwahrnehmung, und somit ein realistischeres Bild. Beide Augen zu verwenden erlaubt es Ihnen außerdem, mehr Details der Vögel für die Vogelbestimmung zu erkennen.

Wie Sie das beste Fernglas für die Vogelbeobachtung finden

Wenn es um die Wahl des besten Fernglases für die Vogelbeobachtung geht, gibt es mehrere Faktoren, die sie im Hinterkopf behalten sollten:

  • Die Vergrößerung
  • Das Gewicht
  • Das Sichtfeld
  • Die Umgebung

Die Vergrößerung

Je stärker die Vergrößerung ist, umso größer erscheint das Objekt. Während das auf den ersten Blick wie eine gute Sache erscheint, sollten Sie dennoch bedenken, dass eine stärkere Vergrößerung auch ein kleineres Sichtfeld bedeutet. Ein kleineres Sichtfeld erschwert Ihnen das Auffinden und Verfolgen Ihres Ziels (denken Sie an ein Sommergoldhähnchen). Außerdem kann ein abgeschnittenes Bild weniger ästhetisch ansprechend sein.

In gewisser Hinsicht hängt es aber auch davon ab, wie groß Ihr Ziel ist, und wie weit entfernt es sich befindet. Wenn es zu nah ist (oder zu groß), dann kann eine zu starke Vergrößerung oder ein zu kleines Sichtfeld auch dazu führen, dass Sie den Vogel nicht in seiner ganzen Pracht genießen oder erst gar nicht identifizieren können.

In Anbetracht all dieser Dinge, ist eine Vergrößerung von 8x oder 10x am besten, wobei die 8x zu bevorzugen ist.

Das Gewicht

Das Gewicht ist hauptsächlich aus zwei Gründen wichtig: zuallererst werden Sie Ihr Fernglas vermutlich von Ort zu Ort tragen, und Sie werden nichts zu Schweres tragen wollen.

Zweitens, je schwerer ein Fernglas ist, desto mehr werden Ihre Hände zittern, wenn Sie es halten. Dies führt zu einem weiteren Problem, wenn Sie ein Fernglas mit starker Vergrößerung benutzen: Das Zittern wird offensichtlicher, wenn Sie durch das Okular sehen.

Wenn Sie ein Fernglas mit 8x und 10x Vergrößerung haben, werden Sie den Eindruck haben, dass Sie stärker zittern, weil die stärkere Vergrößerung das Wackeln offensichtlicher macht.

Es ist also offensichtlich am besten, ein Fernglas zu finden, das so leicht wie möglich ist. Im Durchschnitt wiegen 8x und 10x Ferngläser mit Dachkantprisma um die 575g.

(Übrigens, Ferngläser mit Dachkantprismen sind die neuere, kompaktere – und somit leichtere – Art von Ferngläsern. Ferngläser mit Porro-Prisma sind jene im traditionellen Stil, die eine etwas bessere Bildqualität liefern, aber auch mehr wiegen. Ferngläser mit Dachkantprisma sind wie ein H geformt, während Ferngläser mit Porro-Prisma wie ein W geformt sind.)

Das Sichtfeld

In gewissem Maße ist es eine Frage der eigenen Vorliebe, aber als Anfänger bei der Vogelbeobachtung werden Sie es vermutlich so empfinden, dass Sie leichter mit einem größeren Sichtfeld arbeiten können. Für Anfänger ist es außerdem einfacher, das Ziel zu finden, aber auch ästhetisch ansprechender, da Sie nicht nur den Vogel, sondern auch seine Umgebung erkennen können.

Das Sichtfeld wird typischerweise in Metern pro 1.000 Meter gemessen. Es zeigt die Größe an, mit der ein Objekt das Sichtfeld bei einer Distanz von 1.000 Metern vollständig ausfüllt. Wenn Ihr Fernglas also ein Sichtfeld von 100 Metern hat, dann würde ein hundert Meter langes Objekt aus einer Distanz von 1.000 Metern über das gesamte Sichtfeld reichen.

Größere Zahlen (zum Beispiel 150 Meter statt 100 Meter) bedeuten ein weiteres Sichtfeld, da Sie aus 1.000 Metern ein Bild mit 150 Metern Durchmesser sehen können, statt mit nur 100 Metern.

Zwei Ferngläser mit der gleichen Vergrößerung werden das Ziel in der gleichen Größe darstellen. Jedoch erlaubt das Fernglas mit dem größeren Sichtfeld, mehr von der Umgebung wahrzunehmen. Dementsprechend bevorzugen die Leute Ferngläser mit einem größeren Sichtfeld.

Die Umgebung

Während Sie der Regen vielleicht gar nicht stört, kann Ihr Fernglas durchaus Probleme mit der Feuchtigkeit bekommen. Feuchtigkeit ist nicht sehr gut für die Optik von Ferngläsern, weshalb Sie sicherstellen sollten, dass Ihr Fernglas mindestens wasserfest ist, wenn nicht sogar wasserdicht. Realistisch gesehen sollte das kein Problem sein, wenn Ihr Fernglas von einem namhaften Hersteller stammt. Jedes Fernglas auf unserer Liste ist wasserdicht.

Das ist außerdem deshalb wichtig, weil es Ihr Fernglas schützt, wenn es in einen Fluss, See oder sogar ins Meer fällt. Allerdings ist es keine gute Idee, sich nur auf diesen Schutz zu verlassen, weshalb Sie immer auch Vorkehrungen treffen sollten, um zu vermeiden, dass das Fernglas überhaupt erst nass wird!

Unsere Top 3 der Ferngläser für die Vogelbeobachtung

Es gibt fast so viele Ferngläser wie es Vögel gibt, aber lassen wir die Raterei aus dem Auswahlprozess weg. Nachdem wir uns verschiedene Modelle verschiedener Hersteller von Bushnell bis Zeiss angesehen haben, haben wir die besten drei für Sie ausgewählt.

Hier ist die Top 3 der Birding-Ferngläser:

Das Beste: Vortex Optics Crossfire HD 10×42

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Das Crossfire HD 10×42 Fernglas bietet die perfekte Kombination aus Vergrößerung und Blende. Mit einem Objektivdurchmesser von 42 mm, würde man erwarten, dass es etwas schwerer ist. Das ist aber nicht der Fall. Mit einem Gewicht von 652 g ist es leicht genug, dass man es einfach tragen kann. Es ist auch länger ohne Schmerzen oder Ermüdung verwendbar.

Das Sichtfeld (100 Meter auf 1.000 Meter) ist ausreichend, um ein großartiges Bild des Lebensraums des Vogels zu bieten, während die komplett mehrfach beschichtete Optik ein scharfes, verzerrungsfreies und farbenfrohes Bild liefert. Als Bonus ist es außerdem wasserdicht, beschlagfrei und mit einer Gummischutzschicht versehen, um Ihr Fernglas auch zu schützen, falls es einmal herunterfallen sollte.

Wenn es einen Nachteil gibt, dann, dass gerade Anfänger die zehnfache Vergrößerung als etwas mehr als notwendig empfinden könnten. Wenn Sie jedoch nach außergewöhnlichen Nahansichten suchen, dann ist es genau richtig für Sie.

Das Leichtgewicht: Steiner Safari UltraSharp 8×22

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Wenn Sie sich Zeit bei der Vogelbeobachtung lassen, dann ist nichts schlimmer als Ferngläser, die so schwer sind, dass Sie sie nicht halten können, ohne dass Ihre Arme ermüden. Natürlich könnten Sie Ihr Fernglas auf ein Dreibein montieren, aber das schränkt wiederum Ihre Freiheit beim Nachverfolgen des Vogels im Flug ein. Und was ist, wenn Sie sich von Ort zu Ort bewegen wollen?

Das Safari UltraSharp 8×22 Fernglas von Steiner ist die leichteste Variante auf unserer Liste. Mit einem Gewicht von nur 228 g können Sie es über einen langen Zeitraum tragen und benutzen, ohne sich darüber Sorgen machen zu müssen, dass Ihnen Ihre Arme wehtun oder Sie ermüden. Sie werden feststellen, dass es ein großzügiges Sichtfeld (125 Meter auf 1.000 Meter) bietet, wasserdicht und beschlagfrei und letztendlich auch zu einem sehr vernünftigen Preis erhältlich ist.

Der Nachteil? Während ein Objektivdurchmesser von 22 mm gut für die Vogelbeobachtung oder andere Aktivitäten in der Natur geeignet ist, werden Sie feststellen, dass das nicht für andere Dinge wie die Astronomie ausreicht. Aber mit diesem Gewicht und Preis ist es einfach unschlagbar.

Das Günstigste: Tasco Essentials 8×42

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Ein Fernglas kann teuer sein, aber das bedeutet nicht, dass man viel Geld ausgeben muss, um Spitzenqualität zu bekommen. Das 8×42 Essentials Fernglas von Tasco liefert eine 8x Vergrößerung, und mit einer Blende von 42 mm können Sie sicher sein, dass Sie alle Details sehen, die Sie brauchen. Das Gewicht ist auch ziemlich gering– nur 290 g.

Der Nachteil ist, dass die Linsen “nur” mehrfach beschichtet sind (statt vollständig mehrfach beschichtet), aber das sollte keinen so großen Unterschied machen. Insbesondere, wenn Sie neu in diesem Hobby sind. Sie werden außerdem feststellen, dass das Fernglas nicht wasserdicht ist, weshalb Sie bei der Vogelbeobachtung am Wasser vorsichtig sein sollten.

Fazit

Sie müssen nicht viel Geld ausgeben, um Spaß an der Vogelbeobachtung zu haben – Sie müssen Ihr Geld einfach nur klug investieren. Ferngläser bieten eine Vielseitigkeit, die kaum zu schlagen ist: Sie sind leicht, handlich und in der Lage, Bilder zu zeigen, die begeistern. Mit der Investition in ein gutes Fernglas werden Sie in der Lage sein, mehr zu sehen und zu genießen. Ohne ermüdende Arme oder den Verlust des beobachteten Ziels befürchten zu müssen.

Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet 8×42 bei einem Fernglas?

Alle Ferngläser haben zwei Zahlen, die Ihnen zugeordnet werden. Die Erste ist die Vergrößerung des Fernglases, während die zweite Zahl die Blende bzw. den Objektivdurchmesser der Linsen, gemessen in Millimetern, beschreibt. Je größer die Vergrößerung ist, umso größer erscheint das Ziel, während die Blende bestimmt wie viel Licht das Fernglas sammelt. Je größer die Blende umso mehr Licht sammelt das Fernglas, und umso mehr Details können Sie sehen. Blenden über 50 mm sind jedoch schwer, was es erschwert, sie für längere Zeit zu verwenden.

Welches Fernglas ist am besten für die Vogelbeobachtung?

Bei der Wahl des besten Fernglases für die Vogelbeobachtung oder das “Birding”, suchen Sie nach etwas Kompaktem und Leichten, das Sie einfach mit sich herumtragen können. Ferngläser mit Dachkantprisma (geformt wie ein H) sind dafür ideal, mit einer Vergrößerung von 8x oder 10x. Im Hinblick auf die Blende sind um die 40 mm schon viel, weshalb 8×40 oder 10×40 gut ist. Letztlich ist es aber auch wichtig , dass das Fernglas wasserdicht ist, wenn Sie häufig am Wasser unterwegs sind.

Ist ein 8×42 oder 10×42 besser zur Vogelbeobachtung?

Das ist eine Frage der eigenen Vorlieben, weil es Ihnen eine stärkere Vergrößerung zwar erlaubt, mehr Details zu erkennen, sie aber auch in Ihrem Sichtfeld einschränkt. Dies beschränkt, was Sie von der Umgebung sehen können. Im Schnitt haben 8x Ferngläser ein Sichtfeld um die 120 Meter auf 1.000 Meter, während 10x Ferngläser ein Sichtfeld haben, das zwischen 100 Meter und 1.000 Meter umfasst.

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