Die besten Ferngläser fürs Wandern im Jahr 2022

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Sie können viele Gründe haben, wieso Sie das Wandern lieben. Vielleicht gefällt Ihnen die gesunde sportliche Betätigung, oder Sie entdecken gern, oder aber Sie sind einfach gern draußen. Es gibt nichts Besseres, als die Sonne im Gesicht zu spüren, und die Geräusche der Natur um sich zu hören – und es ist definitiv keine Erfahrung, die sie machen können, wenn sie drin bleiben.

Ganz egal, wie oft sie wandern, oder wie viel Zeit Sie investieren, Sie werden das Beste aus jeder Sekunde machen wollen, die sie im Freien sind. Kann ein Fernglas dabei helfen? Und welche sind eigentlich die besten Ferngläser zum Wandern?

Warum ein Fernglas zum Wandern mitnehmen?

Je nachdem, wo Sie leben, haben Sie vielleicht schon eine ziemlich aufregende Landschaft in Ihrer Nähe. Vielleicht gibt es Berge, oder Sie haben einen großartigen Ausblick auf einen See oder das Meer. Vielleicht wandern Sie gern im Wald, wo Sie häufig einen Blick auf die Tierwelt in der Ferne erhaschen können. Sie haben vielleicht auch schon eine Vielzahl an Vögeln über sich hinweg ziehen oder in nahen Bäumen rasten gesehen.

Wie dem auch sei, es gibt immer etwas Sehenswertes, aber das Problem daran ist nicht etwas Inspirierendes zu finden, sondern der Wunsch es näher zu betrachten. Die Landschaft liegt in der Ferne, die Tiere laufen vielleicht weg, wenn Sie ein Geräusch machen, und die Vögel fliegen oft zu hoch oder zu weit entfernt, um sie wirklich bewundern zu können.

Hier kommen Ferngläser ins Spiel. Nichts eignet sich besser, um einen näheren Blick auf die Landschaft und die Wunder der Tierwelt um Sie herum zu werfen. Sie können Nahansichten der Landschaft aus sicherer Distanz genießen. Waldtiere werden durch Sie nicht aufgescheucht, und Sie können den Flug der Vögel, wie sie in den Himmel hinaufsteigen, verfolgen.

Wie Sie das beste Wanderfernglas auswählen

Bei der Auswahl des besten Wanderfernglases gibt es vier Hauptfaktoren, die Sie beachten müssen:

  • Vergrößerung & Blende;
  • Gewicht;
  • das Sichtfeld;
  • die Umgebung.

Vergrößerung & Blende

Sie wissen vielleicht schon, dass alle Ferngläser zwei Zahlen haben, die mit ihnen verbunden sind. So haben Sie vielleicht schon von 10×50 Ferngläsern gehört. Aber was bedeuten diese Zahlen?

Die erste Zahl zeigt die Vergrößerung an. Wie zu erwarten war, bestimmt diese Zahl, wie viel größer das Ziel erscheinen wird. Während das durchaus wichtig ist, sollte es nicht der einzige Faktor in Ihrer Entscheidung sein– und Sie erfahren gleich, warum das der Fall ist.

Die zweite Zahl ist der Blendendurchmesser der Linsen, gemessen in Millimetern. Genauer gesagt, sind das die zwei großen Linsen, die Sie auf Ihr Ziel richten. Im Gegensatz zu den zwei Okularen, die Sie an Ihre Augen halten.

Ferngläser mit größerer Blende können mehr Licht einfangen, und während das für andere Hobbys wie die Astronomie wichtig sein kann, ist es für das Wandern aus verschiedenen Gründen von geringerer Relevanz. Erstens werden Sie hauptsächlich tagsüber draußen unterwegs sein, wenn das Licht also vermutlich nicht wirklich ein Problem darstellt. Der zweite Grund steht direkt mit dem zweiten Faktor, den Sie beachten sollten, in Verbindung: dem Gewicht.

Das Gewicht

Ferngläser mit größerer Blende sind schwerer, und eines der letzten Dinge, die Sie beim Wandern gebrauchen können, ist zusätzliches Gewicht. Ferngläser mit größerer Blende können mehr Licht sammeln, und Ihnen somit erlauben, mehr Details in einem Bild mit höherer Qualität zu erkennen. Dies hängt aber auch von der Qualität der Optik ab.

Neben der Blende gibt es noch einen anderen Faktor, der das Gewicht beeinflusst: die Bauform des Fernglases. Wenn die meisten Leute an ein Fernglas denken, dann stellen sie sich Ferngläser mit der traditionellen Porro-Prisma-Bauform vor. Diese Ferngläser neigen dazu groß und sperrig zu sein, mit den Rohren versetzt zu den Okularen, sodass sie ein W formen.

Inzwischen haben jedoch einige Hersteller mit der Produktion von Ferngläsern mit Dachprismen begonnen. Diese haben gerade Rohre, wodurch die Ferngläser wie ein H geformt sind. Sie sind außerdem kompakter und typischerweise deutlich leichter als ihre älteren Verwandten.

Ferngläser mit Dachprisma wurden dafür entworfen tragbar zu sein, was sie zu einer idealen Wahl für Wanderer macht, für die die große Blende keine Notwendigkeit darstellt, und denen das Gewicht der Ferngläser somit keine großen Sorgen machen sollte.

Das Sichtfeld

Das Sichtfeld (auch Gesichtsfeld) bestimmt, wie viel Sie sehen können, wenn Sie durch das Fernglas sehen. Dieses wird normalerweise in einem Maß von Metern bei einer Distanz von tausend Metern spezifiziert. Sagen wir also zum Beispiel, dass Ihr Fernglas ein Sichtfeld von 120 Metern auf einer Distanz von 1.000 Metern hat. Würden Sie mit diesem Fernglas auf eine Wand in 1.000 Metern Entfernung blicken, so würden Sie insgesamt einen Ausschnitt der Wand sehen, der 120 Meter Durchmesser hat.

Das klingt erst einmal verwirrend, es reicht aber zu sagen, dass ein weiteres Sichtfeld Ihnen erlaubt, mehr von der Landschaft zu genießen. Als allgemein gültige Regel kann man sagen, dass je größer die Vergrößerung ist, umso kleiner das Sichtfeld wird.

Die Umgebung

Die letzte Sache, die Sie bei der Auswahl Ihres Fernglases beachten sollten, ist Ihre Umgebung – und damit nicht nur ihr Umfeld. Das Wetter muss ebenfalls in Betracht gezogen werden, denn obwohl viele Leute es bevorzugen bei schönem Wetter zu wandern, so können sich die Umstände sehr schnell ändern.

Die Mehrzahl von Ferngläsern ist heutzutage wasserabweisend, was ausreichend sein sollte, die Optik gegen Regenwasser zu schützen. Jedoch könnten Sie vielleicht dennoch die Ferngläser in Betracht ziehen, die mit einer Anti-Beschlags-Beschichtung versehen sind. Insbesondere dann, wenn sie in einer feuchten Umgebung unterwegs sind.

Abschließend gesagt, sind wasserdichte (also mehr als nur wasserabweisende) Ferngläser ebenfalls eine gute Wahl. Niemand will sein Fernglas absichtlich ins Wasser werfen, aber Unfälle passieren, und Sie wollen bestimmt sicherstellen, dass kein Wasser eindringen kann. Selbst wenn Sie momentan nicht in der Nähe von Wasser wandern wollen, so kann die Entscheidung für ein wasserdichtes Fernglas eine gute Investition in die Zukunft darstellen.

Wenn Sie wandern wollen, stellen Vergrößerungen von 8x oder 10x eine gute Wahl dar, während Blenden zwischen 20 mm und 50 mm mehr als genug sein sollten, um Ihre Bedürfnisse zu erfüllen.

Unsere Top 3 der besten Ferngläser für Wanderer

Wanderferngläser gibt es in allen möglichen Formen und Größen, und es ist schon eine harte Nuss, das für Sie am besten passende Fernglas zu finden. Es ist deshalb immer eine gute Idee, die Bewertungen anderer Kunden zu lesen, und, wenn möglich, verschiedene Modelle auszuprobieren, bevor Sie Ihr Geld investieren.

Hier ist unsere Top 3 – Auswahl an Wanderferngläsern:

Das Beste: Vortex Optics Diamondback HD 10×50

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Vortex spezialisiert sich auf die Produktion einer Reihe von optischen Produkten für den Outdoor-Bereich – und dabei nicht nur auf Ferngläser. Wenn Ihr Interesse über das Wandern hinaus geht, finden Sie sich außerdem gut versorgt mit Zielfernrohren, Suchfernrohren, Entfernungsmessern, Spektiven und Monokularen.

Die Diamondback Produktreihe von Ferngläsern wurde dafür entwickelt, die bestmögliche Qualität für einen erschwinglichen Preis zu bieten, und die Kunden stimmen zu, dass dies erfolgreich war.

Die Diamondback HD 10×50 Ferngläser haben eine ausreichende Blende, damit Sie die kleineren Details sehen können, während die 10x Vergrößerung es erlaubt, Ziele aus größerer Distanz zu bewundern. Die Optik ist komplett mehrfach beschichtet, was bedeutet, dass Sie eine bessere Bildqualität mit weniger Farbstörungen im Umfeld von Objekten mit hohem Kontrast (z. B. Hügel oder Berge vor einem hellen Himmel) erreichen.

Wenn es einen Nachteil gibt, dann ist es das Gewicht. Von allen betrachteten Ferngläsern, war es mit seinen 851 g das schwerste der Gläser mit Dachprisma. Dennoch ist das immer noch nur die Hälfte eines vergleichbaren Fernglases mit Porro-Prisma. Außerdem gibt es ein ordentliches Case dazu, das besser ist als die üblichen Standard-Baumwolltaschen, die die meisten Hersteller anbieten, und das es erlaubt, das Fernglas etwas bequemer über die Schulter zu tragen.

Die leichteste Option: Steiner Safari UltraSharp 8×22

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Wenn das Gewicht von Belang ist, schauen Sie sich das Safari UltraSharp 8×22 Fernglas von Steiner an. Steiner ist ein namhafter Hersteller aus Deutschland, der seit 1947 im Geschäft ist, und dessen UltraSharp – Reihe in verschiedenen Blendendurchmessern und Vergrößerungen verfügbar ist.

Das 8×22 – Modell wiegt nur 284 g, oder nur ein Drittel des Diamondback HD 10×50. Dies bezahlt man jedoch mit kleinerer Blende und geringerer Vergrößerung. Man kann es aber dank des geringeren Gewichts länger um den Hals tragen, ohne dass man sich Sorgen machen muss, sich irgendwelche Muskeln zu zerren. Das ist insbesondere dann wichtig, wenn Sie das Fernglas häufig während des Wanderns benutzen wollen, und es dazu nicht jedes Mal aus seinem Case holen möchten.

Wenn Sie es während des Wanderns dann doch einmal verstauen müssen, werden Sie feststellen, dass dieses Fernglas mit Dachprisma sehr kompakt ist. Mit den Maßen von 11 x 10,5 cm ist es vermutlich ebenfalls das für Rucksacktouren am besten geeignete Fernglas.

Es ist außerdem wasserdicht und schlagfest, sollten es Ihnen also einmal Fluss oder Bach fallen, dann brauchen Sie sich keine Sorgen machen, ob es den Sturz überlebt hat. Und abschließend, sozusagen als Bonus, war es zum Zeitpunkt des Schreibens auch noch das günstigste der betrachteten Ferngläser.

Das Beste für Panoramen: Vortex Optics Diamondback HD 8×32

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Wenn Sie in atemberaubenden Landschaften wandern, werden Sie das Meiste aus den Aussichten herausholen wollen, und das ist, wo das Vortex Optics Diamondback HD 8×32 ins Spiel kommt. Es hat vielleicht nicht die gleiche Vergrößerung und Blende wie ein 10×50 – Modell, aber es bedeutet, dass es gleichzeitig ein viel größeres Sichtfeld hat.

Im Vergleich zwischen den beiden, hat das Diamondback HD 10×50 ein Sichtfeld von 96 Meter auf 1.000 Meter (ca. 6 Grad), was für ein Fernglas seiner Größe relativ normal ist. Da das 8×32 – Fernglas eine kleinere Vergrößerung hat, ist das Sichtfeld größer – 130 Meter auf 1000 Meter (ca. 8.1 Grad). Das gibt ihm ein weites Sichtfeld, und macht es somit zur perfekten Wahl um die Landschaft um Sie herum zu genießen.

Im Hinblick auf das Gewicht ist es mit 451 g leichter als die meisten Ferngläser mit einer ähnlichen Größe, wodurch Sie sich keine Sorgen um das Ermüden der Arme machen müssen, während Sie den Ausblick genießen. Die Linsen sind komplett mehrfach beschichtet um die beste Bildqualität zu gewährleisten, und Sie müssen sich keine Sorgen um Wasserschäden machen, weil es außerdem wasserdicht ist.

Der Nachteil ist hier der Preis – es ist nicht das billigste Modell auf dem Markt, aber die Qualität ist kaum zu schlagen.

Fazit

Die Ausrüstung, die Sie zum Wandern mitnehmen ist ebenso wichtig, wie die Frage, wo Sie wandern. Das richtige Fernglas dabei zu haben, erlaubt es Ihnen, das Meiste aus Ihrer Zeit in der Natur heraus zu holen. Egal, ob Sie nach der besten Vergrößerung suchen, um die besten Nahansichten eines Steinbocks im Allgäu zu erhalten, der leichten Option, die sowohl Ihren Rücken als auch Ihr Konto schont, oder ein weitwinkliges Sichtfeld wollen, um die Landschaft beim Blick vom Brocken im Harz zu genießen, es gibt eine Option, die zu Ihnen passt – und zu Ihrem Rucksack.

Häufig gestellte Fragen

Lohnen sich Ferngläser beim Wandern und bei Rucksacktouren?

Absolut! Neben bequemen Schuhen ist das Fernglas der Gegenstand, den Wanderer und Tourengänger dabei haben müssen. Während Sie sicherlich die Landschaft, die Wildtiere und Vögel mit ihren eigenen Augen genießen können, so können Sie so viel mehr entdecken, wenn Sie Ihr Fernglas auf die Packliste setzen!

Was ist der Unterschied zwischen 8×42 und 10×42 Ferngläsern?

Die erste Zahl zeigt die Vergrößerung an, in diesem Fall also die 8×42, mit der Sie eine Vergrößerung um das Achtfache bekommen. Das 10×42 Fernglas gewährt eine Vergrößerung um das Zehnfache. Die zweite Zahl ist die Blendengröße, in Millimetern, der großen Linsen. Je größer die Blende ist, umso mehr Licht wird das Fernglas sammeln. Wenn es jedoch um die Verwendung am Tag geht, macht die große Blende keinen großen Unterschied ohne eine größere Vergrößerung. Da in diesem Fall die Blende gleich groß ist, wird die größere Vergrößerung des 10×42-Fernglases Ihnen erlauben mehr zu sehen.

Welches ist das beste Fernglas für große Distanzen?

Wenn Ihr Ziel weit entfernt liegt, benötigen Sie ein Fernglas mit einer hohen Vergrößerung, um den besten Blick zu ergattern. Normalerweise ist eine Vergrößerung von 8x ausgezeichnet zum Wandern geeignet, aber für den Blick über größere Distanzen ist es besser die 10x zu verwenden. Es wäre dann auch eine gute Idee eine Blende im Bereich von 40–50 mm in Betracht zu ziehen, da sie Ihnen erlaubt, mehr Details zu erkennen. (Bedenken Sie aber, dass Ferngläser mit größeren Blenden auch mehr wiegen werden.)

Worauf sollte ich achten, wenn ich das kompakteste Fernglas zum Wandern suche?

Das hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Zum Beispiel, wo sie wandern, und für wie lange. Wie dem auch sei, das Gewicht kann schnell zum entscheidenden Faktor werden. Ferngläser mit Dachprisma (wie ein H geformt) sind darauf ausgelegt leicht zu sein, und während eine Vergrößerung von 8x ausreichend ist, möchten Sie vielleicht 10x haben, wenn Ihr Ziel weiter entfernt liegt. Seien Sie sich außerdem Ihrer Umgebung bewusst, und ziehen Sie ein wasserdichtes Fernglas in Betracht, wenn Sie in der Nähe von Bächen, Flüssen oder Seen unterwegs sein werden.

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